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Hei un öht

Vertellje op ostfälisch Platt

Föllner, Ursula (Rg.)

Texte des Niederdeutschen Literaturwettbewerdes der Deuregio Ostfalen e.V. 2009

Aus dem Vorwort

Würde man in hochdeutscher Sprache von einem Paar sprechen und beide als „Er“ und „Es“ bezeichnen, so löste man bestenfalls Kopfschütteln wegen dieser Unhöflichkeit aus. Es widerspricht völlig den sprachlichen Konventionen unserer Gesellschaft, dieses sächliche Personalpronomen auf eine Frau zu beziehen. Die Bezeichnung einer weiblichen Person durch das oder es blendet in der Standardsprache das natürliche Geschlecht aus, was diesen abwertenden Effekt zur Folge hat.
Anders im Ostfälischen: Hei un öht, wie das Thema des Literaturwettbewerbes im Jahre 2009 lautete, in seinen vielfältigen regionalen Varianten – sei es he, hai oder öt, et, eet – hat keinen negativen Anklang. Die Literatur in ostfälischer Sprache vermag offenbar das Wortpaar noch sehr viel kreativer zu verwenden, als es auf den ersten Blick möglich erscheint. Und in allen Geschichten sind es hei un öht, die auf die unterschiedlichsten Lebewesen oder Gegenstände bezogen werden und eine Hauptrolle spielen.
von Dr. Ursula Föllner

Autoren:
Erhard Beulecke
Albrecht Breymann
Doris Damke
Jürgen Heyder
Monika Mettner
Hildegard Müller
Inge Ohrstedt
Hermann Orlamünde
Ilse Poggensee
Gisela Preckel
Marta Rothe
Eckehard Spennemann
Herta Tope



ISBN 978-3-932090-42-4
Oschersleben: Dr. Ziethen Verlag 2010, 120 S.

Kategorie: Böker
Bestellnummer: BO ZIE 2923
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