Reuter, Fritz
Wat einer hett, dat hett hei
Was man hat, das hat man. Aphorismen

Der scharfzüngige Fritz Reuter – Seele und Sprachrohr der Mecklenburger und wie kein anderer Schriftsteller identitätsstiftend – pflegte hingebungsvoll das »Plattdütsch« und versteckte dahinter geschickt so manchen Seitenhieb auf die zu seinen Lebzeiten herrschenden Verhältnisse. Und noch immer überrascht uns der niederdeutsche Dichter mit heiter-satirischen wie bitterernsten Aussagen. Die in diesem Bändchen versammelten Aphorismen, Redewendungen und Sprichwörter auf Hoch- und Niederdeutsch lesen sich, als wären sie für heute geschrieben. Vereint ist hier eine feine Sammlung Reuterscher Sternstunden. Die hintersinnigen Illustrationen der Berliner Künstlerin Jutta Mirtschin bieten zu Fritz Reuters norddeutschem Humor einen reizvoll anderen Blickwinkel.

Tau finnen sünd in düt Baul de schönsten Sinnspröök ut Reuter sien Warken, so as:

Trösten ward tau 'ne Unmäglichkeit,
wenn einer an sinen eigen Trost nich glöwt.

Trösten wird zu einer Unmöglichkeit,
wenn man an die eigenen Trostworte nicht glaubt.

(Ut de Franzosentid)


Mit de Leiw' is dat as mit en Bom,
je mihr de Wind in de Kron un in de Bläder spält,
desto faster smitt hei sin Wörtel.

Die Liebe ist wie ein Baum,
je stärker der Wind in der Krone und in den Blättern spielt, umso mehr breitet er seine Wurzeln aus.

(Ut de Franzosentid)



ISBN 978-3-941683-47-1

Friedland: Steffen Verlag 2014, 59 S.

ISBN: 9783941683471
Kategorie: Böker

Bestellnummer: BO STF 2962
Wat einer hett, dat hett hei
Dat köst Woveel wullt Du?
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