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Jahrbuch des Vereins für niederdeutsche Sprachforschung 143

Niederdeutsches Jahrbuch 2020

Verein für Niederdeutsche Sprachforschung (Hrsg.)

Ergebnisse der aktuellen Forschung im Bereich der niederdeutschen Sprachwissenschaft - wie immer erhellend und innovativ:

Alfred Lameli stellt Wenkers Sprachatlas-Arbeit in den Kontext seines Lebens und beruflichen Werdens. Schon als Schüler trug sich Wenker mit dem Gedanken, Dialekt im großen Rahmen zu dokumentieren. Dabei ging es ihm nicht allein darum, die Diversität von Sprache zu dokumentieren. Einer Einordnung Wenkers als Junggrammatiker widerspricht er klar.

Magnus Breder Birkenes und Jürg Fleischer widmen sich der Syntax des Niederdeutschen in Nordhessen und untersuchen die Kontinuität der Phänomene im Kontext des Bundeslandes.

Etablierte Grenzen der Dialektologie bricht auch der Aufsatz von Magnus Breder Birkenes in seinem Artikel "Zur Klassifikation der niederdeutschen Dialekte [...]", in der er auf Grundlage computerlinguistischer Auswertungen u.a. feststellt, dass die grundlegende Aufteilung des Niederdeutschen in Ost- und Westniederdeutsch einer quantitativen sprachanalytischen Grundlage entbehrt.

Heike Schoormann, Wilbert Heeringa und Jörg Peters untersuchen in "Saterfriesisch, Niederdeutsch, Hochdeutsch - Sprachkontakt im Vokalismus trilingualer Saterfriesen", inwieweit das Lautinventar der Sprecher sich sprachspezifisch deckt und unterscheidet.

"Zur diachronen Entwicklung des mittelniederdeutschen Relativsatzes" stellt Sarah Ihden dar, wie sich dieser in den Quellen in Form unterschiedlicher Muster herausbildet.

Heike Sahm geht in "Die Interaktion von hêrro und mann in der frühmittelalterlichen Genesisdichtung" überkommenen Vorstellungen auf den Grund und hinterfragt, inwiefern die altniederdeutschen Texte Heliand und Genesis Rückschlüsse auf soziale Verfassung der Sachsen des 9. Jh. zulassen.

Hargen Thomsen schließlich stellt in einem dichten Ritt die Poesie und Lyrik Groths dar und stellt diese in den Kontext der europäischen Mundartdichtung ihrer Zeit. Er zeigt auf, inwiefern Stereotypisierungen, u.a. von Groths Gegenspieler Reuter, die Wahrnehmung der Dialektliteratur des 19. Jahrhunderts geprägt haben - so er es nötig hätte: eine Ehrenrettung Groths.

ISBN: 978-3-529-04243-0

Neumünster: Wachholtz Verlag 2019, 216 S.

Kategorie: Tietschriften
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